"Wir lieben Tiere"

Chemotherapie

Tumore - Krebs

Bösartige Tumore spielen auch in der Tiermedizin eine immer größere Rolle,  weil unsere Haustiere älter werden und sich im Alter Tumore häufen. Aber wie beim Menschen gibt es auch schon junge Patienten mit Krebs.
Die Einstellung zur Behandlung von Tumorerkrankungen beim Tier hat sich in den letzten Jahren geändert. Selten wünscht der Besitzer die umgehende Euthanasie des Patienten.
Mit einer Tumorbehandlung kann zwar die Krankheit meistens nicht geheilt werden, die Lebenszeit wird aber verlängert und die Lebensqualität wird wieder hergestellt.

Zwei Methoden stehen uns zur Verfügung:
Chemotherapie und Bestrahlung
Auch wenn die Chemotherapie ein negativ vorbelasteter Begriff ist- sie hat großen Nutzen und geringe Nebenwirkungen.

Häufig gestellte Fragen:
Führt die Chemotherapie zum Haarausfall?
Nein, sie führt nicht zum Haarausfall, weil die Hunde- und Katzenhaare nicht ständig in die Länge wachsen, wie das beim Menschen der Fall ist. Die Tiere behalten ihr normales dichtes Fell.

Führt die Chemotherapie zum Erbrechen und zum Durchfall?
In seltenen Fällen passiert das auch. Es ist aber auf den Tag der Behandlung begrenzt. Am Tag danach merkt man dem Tier nichts mehr an.

Wie lange kann man das Leben mit der Chemotherapie verlängern?
Im individuellen Fall lässt sich das nie voraussagen. Es ist zudem abhängig von der Art des Tumors. Bei der Leukose z.B. beträgt die mittlere Überlebenszeit ein Jahr, es gibt aber hier auch Patienten, die drei Jahre überleben oder sogar geheilt werden.

Wie oft muss man therapieren?
Auch dies ist vom Tumor abhängig. Die Leukose erfordert die häufigsten Behandlungen: einmal pro Woche eine Infusion, Injektion oder Tablettengabe.

Wie hoch sind die Kosten?
Dies ist abhängig von der Tiergröße. Je größer, desto mehr Medikamente werden gebraucht.
Für einen mittelgroßen Hund belaufen sich die Kosten für eine einjährige Chemotherapie bei Leukose auf ca. 1000.- Euro.

Kann man den Krebs nicht auch pflanzlich behandeln?
Leider gibt es keine nachgewiesene Wirksamkeit für pflanzliche Stoffe in der Tumorbehandlung.

Lohnt sich denn die Behandlung?
Wenn Sie meinen, dass ein Jahr Lebenszeit bei einem Haustier, was im Mittel zwölf Jahre alt wird, für Sie und das Tier ein Gewinn ist, dann lohnt sich die Behandlung

Bestrahlung

Nicht alle, aber viele Tumore reagieren auf Bestrahlung mit einem Rückgang oder zumindest mit einem Stillstand.
Tumore, die chirurgisch nicht zu behandeln sind,  in der Mundhöhle, in der Nase oder z.B. im Knochen, sind oft einer Bestrahlung zugänglich.
Gerade bei Knochentumoren stellen wir immer wieder fest, daß bereits am Tag nach der Bestrahlung Schmerzfreiheit erzielt wird. In Verbindung mit einer Chemotherapie ( 3 mal ein Tag Infusion im Abstand von 3 Wochen) gibt es durchaus befriedigende Ergebnisse bei diesen sehr aggressiven Tumoren.

Häufig gestellte Fragen:

Wie ist die Verträglichkeit der Bestrahlung?
Im Allgemeinen merkt der Besitzer keine Nebenwirkungen bei seinem Tier.

Wie viel Bestrahlungen erfolgen bei einer Therapie?
In den meisten Fällen lediglich zwei im Abstand von einer Woche

Wie viel Zeit muß ich dafür aufwenden?
zwei bis drei Stunden

Wie hält das Tier bei der Bestrahlung still?
Die eigentliche Bestrahlung dauert nur wenige Minuten, der Patient muß aber zuvor richtig positioniert werden. Deshalb ist eine kurze Betäubung notwendig.